Märklin 42610 H0 Schnellzugwagen-Set F-Zug "Blauer Enzian", DB, Ep. III

Produktbeschreibung
Spur: H0 Epoche: III
Vorbild: 5 verschiedene Schnellzugwagen unterschiedlicher Bauarten der Deutschen Bundesbahn (DB). 1 Endwagen WRPw4üe mit Gepäckraum, Maschinenraum, Küche und Speiseraum, 3 Mittelwagen A4üe, 1. Klasse, 1 Endwagen A4üe, 1. Klasse mit Aussichtsraum. Farbgebung stahlblau. Umgebaute Wagen des früheren Henschel-Wegmann-Zuges. Eingesetzt für den F-Zug "Blauer Enzian". Zuglauf München - Augsburg -Würzburg - Bebra - Hannover - Hamburg Altona. Betriebszustand um 1958.
Modell: Befahrbarer Mindestradius 360 mm. Inneneinrichtungen abgestimmt auf den jeweiligen Wagentyp. Vorbildgerechte Änderungen im Dachbereich. Vorbildgerechte Teller-Puffer an den Endwagen statt der bisherigen Puffer-Stummel. Alle Wagen mit serienmäßig eingebauter Innenbeleuchtung. Innenbeleuchtung mit warmweißen Leuchtdioden (LED). Ein Wagen ist bereits mit einem Schleifer ausgestattet. Stromführende Kupplungsdeichseln in den Normschächten zur Stromversorgung des ganzen Wagen-Verbandes sind bereits vormontiert. Aufgedruckte Zuglaufschilder und Ordnungsnummern. Gesamtlänge über Puffer 126,5 cm. Gleichstromradsatz je Wagen 4 x 700580.
Highlights: Vorbildgerechte Änderungen der Schnellzugwagen. Mit Diesellokomotive 39804 korrekter Zug "Blauer Enzian" möglich.
Einmalige Serie.
F-Zug Blauer Enzian Der Blaue Enzian stand für einen Mythos der deutschen Wirtschaftswunderzeit. Schon bald nach Gründung der Deutschen Bundesbahn (DB) kündigten sich die Vorboten des westdeutschen Wirtschaftswunders an. Und die Verantwortlichen der DB erkannten früh, dass die Führungskräfte der Wirtschaft ein zuverlässiges Verkehrsnetz benötigen würden. Kaum waren die gröbsten Schäden des Zweiten Weltkriegs beseitigt, bereiteten sie schon ab 1951 ein Zugnetz vor, das die wichtigen westdeutschen Metropolen mit schnellen Zügen verbinden sollte. Das sogenannte F-Zug-Netz hatte seine Wurzeln im Schnelltriebwagen-Netz der Vorkriegszeit, wies aber einen wichtigen Unterschied auf: Während die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) vor dem Zweiten Weltkrieg das Netz der Fliegenden Züge auf Berlin ausgerichtet hatte, verliefen die Hauptrelationen des F-Zug-Netzes wegen des Eisernen Vorhangs von Norden nach Süden. Zwischen Hamburg, Bremen, dem Rhein-Ruhr-Raum und Köln, Frankfurt (Main), Stuttgart, Nürnberg, München und Basel wurden schnelle Zugverbindungen eingerichtet, die mit wenigen Halten jeweils morgens hin und abends zurück fuhren. Damit sollte es möglich sein, einen auswärtigen Geschäftstermin an einem Tag absolvieren zu können. Natürlich funktionierte dies bei größeren Entfernungen wie beispielsweise Hamburg - München nicht. In Anlehnung an das vor dem Krieg gebräuchliche FD lautete die Zuggattung nun F-Züge, wobei das F für Fern stand. Zusätzlich zum regulären Fahrpreis musste für die Fahrt ein F-Zuschlag gelöst werden. Die Zugläufe bekamen ab 1953 klingende Namen: Das Zugpaar F 55/56 (Hamburg München Hamburg) erhielt als erstes den Namen Blauer Enzian. Mit Gambrinus, Helvetia, Senator, Roland und Domspatz um nur einige zu nennen trugen die F-Züge als ganzer Stolz der jungen Bundesbahn weitere klangvolle Namen. Nun, der Name Blauer Enzian wurzelte nicht in dem bekannten Lied eines deutschen Schlagerbarden, das kam viel später. Vielmehr war der Blaue Enzian das Ergebnis eines Preisausschreibens, das unter den Fahrgästen veranstaltet wurde, die mehrheitlich für die Alpenblume votierten.
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